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GlobeDrought

Ein globalskaliges Werkzeug zur Charakterisierung von Dürren und Quantifizierung ihrer Wirkungen auf Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln sowie den Bedarf an internationaler Nahrungsmittelhilfe.

Ziel des Gesamtvorhabens GlobeDrought ist die stakeholder-unterstützte Entwicklung eines Informationssystems zur umfassenden Charakterisierung von Dürreereignissen und ihrer Auswirkungen auf Wasserressourcen, die Produktivität im Pflanzenbau, den Handel mit Nahrungsmitteln, die Ernährungssicherheit und den Bedarf an internationaler Nahrungsmittelhilfe. Im Rahmen des Projektes soll eine umfassende, räumlich explizite Charakterisierung von Dürrerisiken durch Betrachtung der Komponenten Dürregefahr, Exposition und Verwundbarkeit erfolgen. Ziele des Teilvorhabens der Universität Bonn sind die Charakterisierung von Dürregefahren durch Analyse von Niederschlagsdaten (meteorologische Dürregefahr; UB-IGG), Pflanzenwachstumsmodellierung (agronomische Dürregefahr; UB-INRES), die Ableitung von Gesamtwasserspeicheränderungen aus GRACE-Schwerefelddaten (hydrologische Dürregefahr; UB-IGG) sowie durch Erstellung von Dürreindizes mittels Fernerkundungsinformationen (UB-ZFL). Die Quantifizierung der Dürregefahr soll auf globaler Skala sowie mit größere Detailschärfe für ausgewählte Regionen erfolgen. Ein weiteres wissenschaftliches Ziel ist die Analyse von Dürrewirkungen auf Handelsflüsse von Nahrungsmitteln (UB-INRES). Da die Koordinierung des Gesamtverbunds in Verantwortung der Uni Bonn liegt (UB-INRES) bestehen administrativ technische Ziele in der Koordinierung der Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern, Stakeholdern und Nutzern des im Projekt im Co-Design zu erstellenden Dürreinformationssystems. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten des Teilvorhabens wird auf der Verbesserung der Simulationsergebnisse des hydrologischen Modells WaterGAP durch Assimilation von auf GRACE-Schwerefeldmessungen basierenden Änderungen des Gesamtwasserspeichers liegen (UB-IGG). Ebenso sollen die Simulationsergebnisse des regionalen Pflanzenwachstums- und Ertragsmodell SIMPLACE <LINTUL5, DRUNIR, CanopyT> durch Assimilation von Fernerkundungsdaten zu Landnutzung, Blattflächenindex sowie Oberflächentemperatur verbessert werden (UB-INRES, UB-ZFL). In den ausgewählten Regionen sollen durch Kopplung von WaterGAP mit SIMPLACE in Zusammenarbeit mit der AG Prof. Döll (Universität Frankfurt) 1) die berechneten hydrologischen Dürreindikatoren verbessert werden, und 2) SIMPLACE die Wasserverfügbarkeit für Bewässerung zur Verfügung gestellt wird, wodurch in SIMPLACE der Einfluss der Verfügbarkeit von Bewässerungswasser auf die Erträge bewässerter Feldfrüchte berücksichtigt werden kann. Die Ergebnisse der globalen und regionalen Simulationsläufe werden zentraler Bestandteil des Dürreinformationssystems, dass im Co-Designprozess mit Nutzern und Stakeholdern erstellt werden wird.

Team am ZFL

Dr. Olena Dubovyk (Projektkoordinatorin)

Dr. Valerie Graw

Dr. Javier González

Jonas Schreier

 

GlobeDrought ist ein Verbundprojekt der Fördermaßnahme „Global Resource Water (GROW)“ im Rahmenprogramm FONA (Forschung für Nachhaltigkeit).

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